

Frühjahrsklassiker in Imst mit Schnee-Gefahr
Der Imster Radmarathon, ausgetragen im oberen Inntal zwischen Innsbruck und St. Anton, hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem Klassiker der Radmarathon-Szene entwickelt.
Seinen Reiz bezieht der Marathon unter anderem aus dem für eine Alpen-Rundfahrt sehr frühen Termin im Jahr: mit einer Streckenlänge von 110 km und der Gesamt-Höhendifferenz von 2.300 hm zählt die Prüfung zu den kleineren und nicht ganz so harten Veranstaltungen im Radmarathon-Kalender.
Als Vorbereitung auf die längeren und höheren Marathons, die später im Jahr auf dem Plan stehen, ist "der Imster" dadurch geradezu prädestiniert, weil er den Fahrerinnen und Fahrern nicht das Allerletzte abverlangt.
Allerdings kann Mitte Mai auf den Höhen durchaus noch Schnee liegen, und falls nicht, ist es auf jeden Fall auch morgens am Start oft sehr empfindlich kalt. Höhepunkt der Runde ist das Haiminger Sattele mit 1.690 m über dem Meer - ein Anstieg, der schon bald nach dem Start vor den Fahrern liegt und mit ca. 1.000 Höhenmetern am Stück ordentlich in die Beine geht. Weiter geht die Fahrt über so bekannte Orte wie Ötz, Jerzens und Wenns. Die abschließende Abfahrt über Arzl zurück nach Imst auf 827 m über dem Meer darf dann gerne als Belohnung für die überstandenen Strapazen betrachtet werden. Natürlich sind auch die Ausblicke über das Inntal und die umliegenden Bergketten für viele Teilnehmer eine echte Motivation, in Imst an den Start zu gehen.
Spartenvorstand Jörg Weiner vom RSV Besigheim und seine Begleitung hatten in diesem Jahr großes Glück mit dem Wetter. Zwei Tage vor Jörgs immerhin schon siebter Teilnahme in Imst lag noch Neuschnee auf dem Haiminger Sattele, und es sah eine Zeit lang so aus, als könnte die Rundfahrt nur auf der kürzeren Strecke ohne das Haiminger Sattele stattfinden. Dann beruhigte sich das Wetter aber wieder, und so konnte das Peloton bei äußerst frischen 4 ° Celsius, aber auf trockener Straße in Imst starten. Trocken und sonnig blieb es zum Glück auch den ganzen Rest des Tages. Bei einstelligen Temperaturen sind die langen Abfahrten in den Alpen auf regennassen Straßen auch für ganz Hartgesottene ein sehr zweifelhaftes Vergnügen, das auch leicht in bösen Stürzen enden kann. Dies blieb den Teilnehmern in diesem Jahr erspart - und als weitere Belohnung gab es nach der Rundfahrt im örtlichen Agrarzentrum Pasta in großen Mengen.
Für Jörg Weiner hat sich auch in diesem Jahr die Teilnahme gelohnt: für die schon im August wieder endende Alpen-Saison hat er sich in Imst die nötige Form geholt. Und auch für das nächste Jahr steht der Imster Radmarathon wieder als Fixpunkt in seiner Planung.

